Die Technik eines jeden Spielers ist von einer individuellen Note geprägt. Diese bildet sich im Laufe des jahrelangen technischen Lernprozesses heraus. Trotzdem sind die Schläge der Topspieler in wichtigen Bewegungsmerkmalen ähnlich. Die Unterschiede machen meist die Schlagaktionen vor und nach dem Treffen aus. Im Jugend- und Jüngstentraining hat es sich als sehr hilfreich erwiesen, beim Ausbilden der einzelnen Schlagtechniken in einer gewissen Bandbreite zu bleiben. Die Tendenz zu extremen Ausprägungen einer persönlichen Note sollte hier etwas gebändigt werden. Ziehen wir als Beispiel die beidhändige Rückhand heran, der Schlag, bei dem auch bei den Spitzenspielern die geringsten technischen Unterschiede zu erkennen sind. Dies hat einen Grund: die am Schlag beteiligte zweite Hand engt die Bewegungsspielräume und somit auch möglichen Fehlerquellen deutlich ein. In der Ausbildung ist es deshalb von Vorteil, wenn man dies nutzt und auch konsequent verfolgt.

Ein Fehler, der bei vielen Kids immer wieder vorkommt, ist in Bild 1 zu sehen. Beim Ausschwung nimmt der Jugendspieler die linke Hand vom Schläger. Dies kann deutliche Einbußen in der Schlagsicherheit zur Folge haben. Ein Fehlerbild, das man korrigieren sollte. Natürlich gibt es bei guten Spielern einige Beispiele, die beim Ausschwung der beidhändigen Rückhand die linke Hand vom Schläger lösen. Ist der Schlag erfolgreich, so ist dieses individuelle Stilmerkmal natürlich kein Problem. Bei den Kleinen sollte man aber in der „Norm“ bleiben, am besten so wie der Junge in unserem Fotobeispiel 2. Die linke Hand bleibt am Griff und der Schläger schwingt locker und natürlich über die rechte Schulter.

Richten wir nun als zweiten Schwerpunkt unseren Blick auf die Technik beim Flugballspiel. Der Vorhandflugball erfährt im Laufe der Grundausbildung einige Veränderungen. Zu Beginn wird der Vorhandvolley mit der Griffhaltung gespielt, der praktisch für alle Schläge gilt. Dies ist der Vorhandgriff, wie es der Junge im Fotobeispiel 3 und 4 schön zeigt. Anfänglich wirkt sich dies in keiner Weise negativ aus, ganz im Gegenteil. Es ist auf alle Fälle sinnvoll, wenn die Kids sehr früh in der Grundausbildung Bekanntschaft mit dem Flugball machen. Dabei ist der Griff eigentlich egal, wichtig ist die Erfahrung, einen Ball auch direkt, ohne vorherigen Aufsprung zu schlagen. Im weiteren Verlauf der technischen Entwicklung wird dann allerdings ein zu starker Vorhandgriff zu einem richtigen Problem. Das Handgelenk kann man nur schwer stabil halten und der tiefe Flugball wird beinahe zur Qual.

Deshalb sollte man zu gegebener Zeit im Training anfangen, zu einem moderaten Semigriff zu wechseln, wie es der 11-jährige Junge in Foto 5 hervorragend demonstriert (übrigens der junge Dominik Koepfer). Diese Umstellung kann einige Wochen bis Monate dauern. Hat man es aber drin, dann ist der Weg frei für ein perfektes Volleyspiel.

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte Anmelden um zu kommentieren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei